Tanzsport

23.08.2017 - Herrmanns erfolgreich bei der GOC

Am vergangenen Wochenende fand in Stuttgart das größte Turnier Deutschlands statt, die 31. German Open Championship.

An diesem Turnier starten die besten nationalen und auch internationalen Tanzpaare in der Standard- und auch in der Lateinsektion.

 

Für die TSA des TSV Bocholt nahm das Tanzpaar Rüdiger und Barbara Herrmann in der Klasse der Standardtänze Senioren II S teil.

 

Es waren 245 Paare gemeldet, unter anderem auch der Weltmeister. Das Bocholter Paar konnte die 11 internationalen Wertungsrichter in der Vorrunde überzeugen und zog souverän in die 1. Zwischenrunde ein. Beobachtet vom Trainerpaar Valentin und Renata Lusin überstanden sie auch diese Runde. Die 2. Zwischenrunde wurde dann am folgenden Tag durchgeführt. Hochmotiviert und gut vorbereitet nahmen die Herrmanns den Vergleich mit der Konkurrenz auf. In einem sehr starken Feld setzten sie sich abermals durch und erreichten zu deren Überraschung sogar die 3. Zwischenrunde, in der nur noch die besten 96 Paare qualifiziert waren. Diese fand dann im großen Beethoven-Saal statt, in der sich bereits viele Zuschauer versammelt hatten, um das Turnier zu verfolgen.

 

Auch hier konnten die Bocholter noch einmal in verschiedenen Tänzen mehrere Kreuze der Wertungsrichter sammeln und errangen letztendlich den 84. Platz. Mit diesem Ergebnis sind Tänzer und Trainer sehr zufrieden, wurden in diesem Turnier doch mehrere Paare geschlagen, die in der deutschen Rangliste mehrere Plätze vor ihnen liegen. Trainer Valentin Lusin konnte die gute Leistung seiner Schützlinge beobachten und schaut zuversichtlich auf das nächste nationale Ranglistenturnier.

 

27.06.2017 - Lateinformation in der 2. Bundesliga

Die Lateinformation, die den Aufstieg Mitte Mai so knapp verpasst hatte, profitiert vom Rückzug Bremens

 

 

Die Lateinformation des TSV Bocholt tritt in der neuen Saison nun doch in der Zweiten Bundesliga an. Rund fünfeinhalb Wochen, nachdem die Mannschaft des Trainerduos Sascha Pöstgens und Raffaela Schrupke den Aufstieg auf dem eigenen Turnier als Dritter knapp verpasst hatte, erreichte den Verein gestern die Nachricht, dass in der Zweiten Bundesliga ein Platz frei geworden ist und der TSV nachrücken darf, wie Abteilungsleiter Jean Niklas Mager mitteilte. Dementsprechend groß war der Jubel.

 

Das war Ende Mitte Mai noch ganz anders gewesen. Damals war die Enttäuschung wegen des undankbaren dritten Platzes hinter der TSG Bietigheim riesengroß. Bereits damals gab es aber Gerüchte, dass sich das B-Team des GGC Bremen aus der Bundesliga zurückziehen würde. Das ist nun tatsächlich geschehen. Die FG Rhein-Main rückt dafür nach und macht einen Platz in der Zweiten Bundesliga frei, den der TSV einnimmt. Somit gehört das Bocholter Team nun zu den besten 16 Lateinmannschaften in Deutschland. 121 Teams nahmen zuletzt aktiv am Turniergeschehen teil. „Wir freuen uns natürlich sehr über den kurzfristigen, nachträglichen Aufstieg. Wir sind dermaßen stolz auf das, was wir in den letzten Jahren aufgebaut und erreicht haben“, sagte Schrupke.

 

Trainingsstart am 9. Juli

 

Trainingsstart ist bereits am 9. Juli um 11 Uhr in der Halle der Klaraschule in Bocholt. Getanzt wird erneut das Thema „The Team“. Im neuen Outfit – dem originalen des Bundesligisten BW Buchholz in Rot und Schwarz – kämpft der TSV dann um den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga. „Jedes Team, das neu aufsteigt, muss sich erst einmal etablieren. Gerade im Bereich der Bundesliga. Unser Vorteil ist, dass wir das Thema im zweiten Jahr vertanzen. Die Choreografie bleibt zu 90 Prozent bestehen. Es wird nur kleinere Veränderungen geben und die sogenannten Tricks werden weiter austrainiert“, so Pöstgens.

 

Innerhalb der Bundesliga stehen die Turniere bereits längerfristig fest. Im kommenden Jahr wird der TSV somit kein Heimturnier haben. Zusätzlich beginnt die Saison rund vier Wochen früher als in der Regionalliga, somit schon Mitte Januar. Im Abstand von jeweils zwei Wochen werden die Turniere ausgetragen.

 

Die fünf Turniere in der Zweiten Bundesliga der Lateinformationen finden an folgenden Terminen statt:

 

13. Januar beim TSZ Aachen

27. Januar bei der TSG Bietigheim

10. Februar beim TSC Residenz Ludwigsburg

24. Februar beim TSC Rot-Weiss Rüsselsheim

10. März beim TTC Rot-Weiß-Silber Bochum

 

Artikel: BBV

 

10.05.2017 - Das Standardtanzen neu entdeckt

Erfolgreicher Start für neues Gruppentraining der TSA des TSV Bocholt

 

Nach der Saison ist vor der Saison: Während die Standardformation zurzeit pausiert, fanden sich vergangenes Wochenende viele Tänzer zusammen, um sich tänzerisch weiter zu entwickeln. Mit dem dreimaligen Deutschen Meister Andreas Lippok wurde das neue Gruppentraining der TSA des TSV Bocholt eröffnet. Jeden Freitagabend können nun alle Interessierten sich speziell, beispielsweise mit Walzer, Tango oder Foxtrott beschäftigen und sich ganz individuell weiterentwickeln. Dabei ist das Angebot bewusst für alle Tanzinteressierten: „Man muss kein Turniertänzer sein, um an unserem Training teilzunehmen.“, erklärt Sportwart Thomas Pflewko. „Natürlich sollte man schon ein paar Schritte tanzen können. Aber wir haben aktuell in der Gruppe vom Paar, das frisch aus einem Fortgeschrittenenkurs kommt – und daneben tanzt unser S-Klasse-Paar.“ Das Training sei bewusst so gestaltet, dass alle Tänzer für sich etwas mitnehmen können.

 

Einen großen Anteil hat dabei der Trainer: Durch seine Erfahrung erst mit Ende Zwanzig mit dem Tanzsport angefangen zu haben, ist Trainer Lippok mit seiner Perspektive zeitlich noch recht nah an seinen Anfängen dran und kann die Herausforderungen von Tanzsportanfängern wie hochklassigen Turniertänzern gleichermaßen berücksichtigen. „Wir erhoffen uns, dass nicht nur unsere Formationstänzer das Angebot nutzen, sondern noch mehr Tanzinteressierte aus Bocholt hinzukommen. So könnte man in Zukunft auch mehr Angebote schaffen, die noch mehr auf die verschiedenen Niveaus zugeschnitten sind. Für’s erste sind wir aber schon jetzt zufrieden mit dem, was Andreas hier leistet!“, berichtet Pflewko begeistert.

 

Als nächstes folgt dasselbe Angebot auch für die Lateintänze: Am 20. Mai findet ein vierstündiger Workshop für die lateinamerikanischen Tänze wie ChaChaCha, Samba oder Jive mit dem neuen Latein-Trainer Markus Elsenbusch statt. Interessierte können hier die Grundlagen der lateinamerikanischen Tanztechnik lernen, wobei ein Fokus auf die Bewegung und Haltung im eigenen Körper gelegt wird. „Wir möchten mit den Workshops eine Möglichkeit bieten, sich tänzerisch weiter zu entwickeln, ohne gleich ein Formationstraining besuchen zu müssen. Damit soll der Tanzsport in Bocholt noch mehr Leuten offenstehen.“, so Pflewko.

 

21.04.2017 - Generationenwechsel in der TSA so gut wie vollzogen

Schon letztes Jahr kündigte sich der Wechsel langsam an, inzwischen ist er fast vollzogen: Die Tanzsportabteilung des TSV Bocholt hat sich neu aufgestellt. Der Anfang wurde im Dezember 2016 gemacht, als mit Jean Niklas Mager ein Nachfolger für den langjährigen Abteilungsleiter Matthias Funke gefunden wurde. Die ersten Wochen seiner Tätigkeit bestanden dann direkt darin, alte Angebote zu prüfen und neue Ideen zu gestalten. „Die Tanzszene in NRW und Deutschland hat sich schon in den letzten Jahren verändert!“, weiß Mager. Es gebe immer weniger Formationen im Bereich Standard und Latein, die Tänzer würden lieber im Einzelbereich tanzen oder andere Tanzarten probieren. „Die TSA war jahrelang bekannt für ihre gute Arbeit im Formationstanz. Wenn der Bereich allerdings durch fehlende Konkurrenz irgendwann wegbricht, wäre das für Abteilung und Verein gleichermaßen schlimm!“

 

Um das zu verhindern, haben er und sein Team neue Angebote entwickelt. „Wir wollen in Zukunft auch Einzelpaare und die, die es werden wollen, stärker fördern!“, berichtet Sportwart Thomas Pflewko. Mit neuen Gruppentrainings sowohl für Standard, als auch für Latein wurden nun Angebote geschaffen, um jedem Tanzbegeisterten eine Möglichkeit zu eröffnen. Den Anfang macht der Standardbereich mit Andreas Lippok, selbst dreifacher Deutscher Meister der S-Klasse. Ab Mai unterrichtet er verschiedene Techniken, Figuren und weitere Grundlagen des Standardtanzens in der TSA.

 

Die sportlichen Änderungen hängen auch mit der Personalstruktur der Abteilung zusammen: Am Ende der aktuellen Saison wird sich die erfolgreiche Trainerin Gesine Wels von der TSA verabschieden: „Nach 35 Jahren Training im Tanzsport fängt für mich nun ein neuer Lebensabschnitt an.“ Der Abschied falle ihr natürlich nicht leicht, aber sie wisse, dass die TSA in guten Hände läge. Am deutlichsten zu spüren bekommt dies die Standardformation, deren Trainerin sie viele Jahre war. In die Formationssaison 2017/2018 startet das Team nicht nur mit einer komplett neuen Musik und Choreographie: Ab Juni wird Thomas Pflewko als neuer Haupttrainer für die Mannschaft aktiv werden, der selbst jahrelange Erfahrung als Formationstänzer sammeln konnte. Nach mehreren Jahren in der Formation des TD Düsseldorf Rot-Weiß, wo er vordere Plätze bei Deutschen Meisterschaften belegen konnte, kehrte er vor einigen Jahren schon zurück nach Bocholt. Zu seiner Seite wird ihm Matthias Funke stehen, der bereits in den letzten Jahren maßgeblich am Aufbau und Training der Formation beteiligt war. Ende Mai wird das Trainerteam ihr neues Trainingskonzept und die Planungen für die kommende Saison vorstellen.

 

Für die Lateinformation und die Jazz- und Modern-Dance-Formation dauert unterdessen die Saison noch weiter an. Die Lateiner werden am 13.05. in der Sporthalle des Euregio-Gymnasiums um den Einzug in die 2. Bundesliga kämpfen. „Wir geben unser Bestes, um unseren Erfolg diese Saison auch zu einem bestmöglichen Abschluss zu bringen!“, berichtet Trainer Sascha Poestgens motiviert. Die Konzentration läge daher noch voll auf der aktuellen Saison, sodass die Planung für nächste Saison erst einmal nach hinten geschoben wurde. Es werde aber wie in den letzten Jahren rechtzeitig eine größere Ankündigung für den Saisonstart geben.

 

Ähnliches gilt auch für die JMD-Formation: Die letzten beiden Ligaturniere finden Mitte und Ende Mai statt. „Erst dann werden wir hier aktiv über nächste Saison nachdenken.“, bestätigt Mager, der als Betreuer die neue Trainerin Angela Faltin unterstützt. Wie bei Standard und Latein werde es auch hier die Möglichkeit geben, dass interessierte Jugendliche von 13 bis 17 Jahren einsteigen und so ebenfalls aktiv werden können.